Nennen Sie uns drei Projekte, die Sie momentan bearbeiten.
Es werden meist mehr als drei Themen parallel bearbeitet. Aktuell beschäftige ich mich mit dem Ausbau der Kindertagesstätten, der Ausweisung von zwei Neubaugebieten, den Vorbereitungen für den Betrieb des RuheForsts, der Neuordnung der Abwasserlandschaft, dem Neubau eines Seniorenzentrums und vielen weiteren Themen. Diese Themen sind natürlich zusätzlich zum normalen Tagesgeschäft zu bearbeiten. Es ist eine spannende Zeit.

Was waren die schönsten Momente Ihrer bisherigen Zeit als Bürgermeister?
Die schönsten Momente sind für mich diejenigen, in denen man Menschen glücklich machen kann, ihre Probleme löst, Sorgen von den Schultern nimmt.

Welche Tiefpunkte gab es?
Das ging los mit der Hauhaltsbegleitverfügung 2013. Der steinige Weg der Haushaltskonsolidierung mit vielen Schmerzen für alle musste von mir umgesetzt werden. Das war für einen jungen Bürgermeister keine leichte Aufgabe, aber ich bin daran gewachsen und denke, dass wir mittlerweile die heftigste Phase hinter uns haben und nun positiv in eine Zukunft voller Chancen schauen können.

Was bereitet Ihnen aktuell die größte Sorgen?
Ich bin nicht sorgenbeladen, aber wir unheimlich viele Themen parallel zu bearbeiten. Das erfordert viel Koordination, große Flexibilität und ein gut funktionierendes Team. Soweit sehe ich uns gut gerüstet. Was allerdings in vielerlei Hinsicht zum Nadelöhr werden kann, sind die Kommunalfinanzen. Die Finanzierung vieler aktuell anstehender Projekte, die selbstverständlich am Ende die Zielvorgabe erreichen sollen, mittel- bis langfristig Kosten einzusparen und Einnahmen zu generieren (was den Haushalt dann auch wieder entlastet), muss sichergestellt werden. Dabei sind meine Fähigkeiten als Projektentwickler gefragt.

Was ist für Sie das größte Unglück?
Schlimme Krankheiten, Hunger, Krieg, Unterernährung. Ich denke, dass es uns gut geht und wir dies auch schätzen sollten.

Wo möchten Sie leben?
In einer Gesellschaft, in der nicht jeder nur an sich denkt, sondern in der man sich gegenseitig hilft und respektiert. In der Alte und Junge zusammen leben, in der es viel zu lachen und wenig zu beklagen gibt.

Nennen Sie uns eine (historische) Persönlichkeit, die Ihnen besonders imponiert.
Die Geschwister Scholl. Sie haben in schwierigsten Zeiten Ihre persönliche und politische Überzeugung unter Einsatz ihres Lebens verteidigt. Ich hoffe, solche Zeiten kommen nie wieder. Dafür gilt es einzutreten.

Was würden sehr gute Freunde über Sie sagen?
Das ich unerschütterlich positiv bin, was meine Freunde manchmal auch nervt, denn ich versuche allem etwas Positives abzugewinnen. Auch wenn es nur die Erfahrung ist, die man aus einer misslungenen Angelegenheit zieht.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?
Ich sehe meine Freunde eher selten, weil wir alle zeitlich sehr eingespannt sind und mein Terminkalender oft fremd bestimmt ist. Trotzdem entsteht keine Distanz zu meinen besten Freunden. Wenn wir uns sehen, ist alles vertraut, alles entspannt.

Was sind Ihre Hobbies?
Ich gehe gerne auf Rockkonzerte oder auch ins Fußballstadion zu Eintracht Frankfurt. Dafür bleibt mir allerdings leider wenig Zeit, denn als Bürgermeister ist man 24/7 im Dienst.

(Stand September 2018)