Eine Biosphärenregion bietet viele Chancen und einige (vertretbare) Einschränkungen

Zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Biospährenregion hat die Gemeinde Heidenrod Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden Bad Aarbergen, Heidenrod und Hohenstein, sowie der Stadt Bad Schwalbach eingeladen. An einer Fläche im Wald verdeutlichte Bürgermeister Volker Diefenbach, wie eine sogenannte Kernfläche aussehen könnte. Unberührt, frei von forstlicher Nutzung und mit ausgewogenem Wildtiermanagement sollen sich auf 3% der Fläche Urwälder entwickeln. meisten Fällen wird es sich dabei um Flächen handeln, die derzeit sowieso nicht forstlich genutzt werden dürfen, da hier es sich um Naturschutzgebiete handelt. Der Schutzstatus wird dadurch noch verstärkt. Das ist gut für die Umwelt und unser Beitrag für ein besseres Klima.

In der an die Kernzonen angrenzenden Pflegezonen (17% der Fläche) werden Restriktionen zur Waldnutzung bzw. auch zur Bewirtschaftung von Feldern und Wiesen gemacht. Beispielsweise ist das Spritzen der Felder nicht bzw. nur sehr eingeschränkt erlaubt. Das kann beispielsweise zu Einbußen im Ernteertrag führen. Es ist aus meiner Sicht daher unumgänglich, hierfür die Betroffenen, seien es Landwirte oder Kommunen, zu entschädigen.

Doch zu allererst ist es notwendig, das Ergebnis der Machbarkeitsstudie, die zu 100% durch das Land Hessen gezahlt wird, abzuwarten. Sollte sie zum Ergebnis kommen, dass es aussichtsreich ist, bei der UNESCO den Biosphärenstatus zu beantragen und die Finanzierung abschließend zu klären. Dann muss die Entscheidung getroffen werden, ob man wirklich diesen Status annehmen möchte. Wir sind also mitten im Findungsprozess und es wäre nicht verantwortungsvoll, diesen zum jetzigen Zeitpunkt bereits abzubrechen.