Kreistag berät über Reaktion auf die Schließung der Heliosklinik

Heute findet in Hohenstein Breithardt die Sitzung des Kreistages des Rheingau-Taunus-Kreises statt. Auf der Tagesordnung stehen eine Vielzahl an Themen, die auch für Hohenstein relevant sind. Es geht beispielsweise um die Citybahn, die Änderung der Schulbezirksgrenzen und um die Reaktion des Rheingau-Taunus-Kreises auf die kurzfristig drohende Schließung der Heliosklinik in Bad Schwalbach. Der Kreis hat den Verwaltungsvorgang des Hessischen Sozialministeriums geprüft und leider keine rechtliche Handhabe gefunden, den Bescheid anzugreifen.

9,5 Millionen Euro Steuergeld bekommt Helios für die Schließung des Krankenhauses. Davon sind alleine 6,5 Millionen Euro für die Abfindung von 141 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Denkt der Konzern auch an menschliche Schiksale oder spielt nur noch Geld eine Rolle? Gewinne werden privatisiert und die Kosten dem Staat aufgedrückt. Hinzu kommen die vom Rheingau-Taunus-Kreis zu tragenden Kosten für den Ausbau des Rettungsdienstes, weil er hierfür gesetzlich zuständig ist. Ich finde es unanständig – wenn auch offenbar recntlich zulässig und vom Land Hessen gewollt – so mit öffentlichen Mitteln, Ressourcen und Menschen umzugehen. Und dennoch müssen wir auf die gegebene Situation eingehen und das Beste daraus machen. Für Hohenstein bedeutet das, dass wir eine neue Rettungswache in Hohenstein bauen müssen. Die Standortfrage für eine schnelle, ganz kurzfristige Lösung mit einer temporären Rettungswache ist geklärt. Für die Errichtung einer neuen, dauerhaften Rettungswache habe ich dem Rheingau-Taunus-Kreis verschiedene Standortvorschläge in verschiedenen Hohensteiner Ortsteilen unterbreitet. Diese werden nun geprüft und hoffentlich eine schnelle Lösung im Sinne einer guten Notfallversorgung gefunden.

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