Sozialausschuss tagt und besichtigt Lindenschule

Gestern fand die öffentliche Sitzung des Sozialausschusses der Gemeindevertretung in der Lindenschule in Breithardt statt. Im Anschluss an die Sitzung erläuterte der Schulleiter, Herr Holl, das pädagogische Konzept der Lindenschule. Als Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung werden vor allem Schülerinnen und Schüler aus dem Untertaunusteil des Rheingau-Taunus-Kreises beschult. In drei Klassenstufen (Grund-, Mittel- und Hauptstufe) werden die Schülerinnen und Schüler da abgeholt, wo sie in ihrem persönlichen Entwicklungsstand stehen. Neben den zahlreichen pädagogischen Hilfsmitteln stehen auch der Bereich der körperlichen Pflege, der physiotherapeutischen Behandlung und die musische / künstlerische Bildung im Fokus. Ein tolles Team betreut die derzeit 65 Kinder und Jugendlichen und führt sie im besten Fall an ein selbstbestimmtes Leben heran.

Beeindruckend sind auch die Kooperationen zwischen Lindenschule, Geschwister-Grimm-Schule, KITA Rappelkiste und den Werkstätten für Behinderte. Auch mittels dieser Vernetzung werden die therapeutischen und pädagogischen Erfolge noch verstärkt.

Im Gespräch wurde vereinbart, bei der Erkennung und Beseitigung von Barrieren im öffentlichen Raum die Zusammenarbeit zu stärken. Der Vorschlag, einen Schwerbhindertenbeauftragten in der Gemeinde Hohenstein zu installieren, finde ich sehr gut.

Daniel Bauer: „Ich finde, die gute Arbeit in der Lindenschule sollte alles Mitgliedern des Kreistages immer mal wieder vor Augen geführt werden. Und die Entscheidung, die Finanzierung dieser Einrichtungen nach dem im Landeswohlfahrtsverband Hessen präferierten „Lebensabschnittsmodell“ zu organisieren ist richtig. Es darf nicht zu Finanzierungslücken oder -verzögerungen kommen, nur weil der positive Weg in der Entwicklung der Menschen mit Beeinträchtigung durch einen 18. Geburtstag noch nicht abgeschlossen ist.“